Glossar
A
Altbau: Älteres Gebäude vor 1978 gebaut.
Anbau: Erweiterung eines Gebäudes, häufig
mit unterschiedlichem Baujahr und energetischen Eigenschaften.
Ausnahmen: Regelungen, die bestimmte
Gebäude oder Eigentümer von gesetzlichen Anforderungen befreien.
Ausweis-Erstellung: Prozess zur Erstellung
eines Energieausweises, basierend auf Verbrauchswerten oder bedarfsorientiert gem. DIN 18599
anhand standardisierter Randbedingungen.
Aktualisierung von Verbrauchsdaten: Verbrauchsdaten dürfen laut GEG nicht älter als 18 Monate sein.
Austauschpflicht für alte Heizkessel: Heizungen, die älter als 30 Jahre sind und nicht der Brennwert- oder Niedertemperaturtechnik entsprechen,
müssen ausgetauscht werden.
B
Baujahr: Jahr der Errichtung eines
Gebäudes oder Gebäudeteils.
Berechnung: Manuelle oder automatische
Ermittlung des Energieverbrauchs oder Energiebedarfs.
Bestandsgebäude: Bereits existierendes
Gebäude, bei dem bei energetischen Sanierungsmaßnahmen andere Anforderungen (sanierter Altbau)
gelten als bei Neubauten.
Blower-Door-Test: Verfahren zur
Überprüfung der Luftdichtheit eines Gebäudes.
Brennwertkessel: Heizsystem, das die Wärme
aus Abgasen effizienter nutzt.
Bußgelder: Finanzielle Strafen für Verstöße
gegen gesetzliche Anforderungen, wie falsche Energieausweise oder fehlende Dämmungen.
D
Dachgeschoss: Oberste Etage eines Gebäudes
mit Dachschrägen oder als Staffelgeschoß.
Dachinnenraum: Unausgebauter und
unbeheizter Bereich unter dem Dach z.B. Spitzboden oder Ausbaureserve.
Dachschrägen: Schräg verlaufende Flächen
im ausgebauten Dachgeschoss. Die Flävhen unter den Schrägen können nur zur Hälfte bei der
Wohnflächenberechnung angesetzt werden.
Dämmung: Wärmeisolierung eines Gebäudes.
Dämmstoffe: Materialien zur Reduzierung
von Wärmeverlusten, z. B. Mineralwolle, EPS oder Holzfaserplatten.
Dämmungspflichten: Verpflichtung zur
Dämmung bestimmter Gebäudeteile, z. B. Dachböden oder oberste Geschossdecken.
Denkmalschutz-Ausnahmen: Gebäude unter Denkmalschutz
können von bestimmten GEG-Vorgaben ausgenommen sein.
E
Effizienzhaus 55 (EH55): Neubauten müssen
ab 2024 diesen Standard erfüllen.
E-Mail: Elektronische
Kommunikationsmethode zur alternativen Übermittlung von Daten oder Plänen.
Energieausweis: Dokument, das den
energetischen Zustand eines Gebäudes beschreibt und anhand des Endenergiebedarfs oder
Endenergieverbrauchs Gebäude vergleichbar machen soll.
Endenergiebedarf: Fiktonaler Energiebedarf
ermittelt anhand standardisierter Randbedinghungen pro m² und Jahr.
Energieverbrauch: Der gemessene Verbrauch
für Heizung und Warmwasser eines Gebäudes.
Energiebedarf: Theoretischer Energiebedarf
eines Gebäudes, berechnet unter standardisierten Bedingungen.
Energieeffizienzklasse: Einstufung des
Gebäudes in Effizienzklassen, z. B. A+ bis H.
Energetische Nutzfläche: Beheizte Fläche
eines Gebäudes (Wohnfläche + beheizte Flächen die nicht zur Wohnfläche gehören).
Endenergieverbrauch:Klimabereinigter
Mittelwert von 3 Verbrauchsjahren für Beheizung, Warmwasserbereitung und Kühlung (wenn
vorhanden) pro m² und Jahr.
F
Förderungen: Finanzielle Unterstützung für
energetische Sanierungen oder Neubauten, häufig durch KfW oder BAFA. Z.B. Sanierungsfahrplan
(ISFP) oder Bundesförderung für effiziente Gebäude.
Fördermittel: Zuschüsse oder günstige
Kredite für energetische Maßnahmen.
Falsche Angaben: Fehlerhafte oder irreführende
Angaben im Energieausweis, die zu Bußgeldern führen können.
G
GEG: Gebäudeenergiegesetz, regelt die
energetischen Anforderungen an Gebäude.
Gültigkeitsdauer: Ein Energieausweis ist
10 Jahre gültig.
Gebäudeteile: Unterteilung von Wohn- und
Gewerbeteil für Mischgebäude. Zwei Energieausweise müssen erstellt werden.
Gebäudekonstruktion: Die bauliche Struktur
eines Gebäudes, z. B. Bauweise und Geometrie.
Grundrisspläne: Architektenzeichnungen die Wände,
Räume, Fenster etc als Draufsicht zeigen.
H
Hydraulischer Abgleich: Optimierung der
Heizungsanlage zur gleichmäßigen Wärmeverteilung im Gebäude.
Heizkosten: Kosten, die durch den
Energieverbrauch für Heizung und Warmwasser entstehen.
Heizkessel: Gerät zur Erzeugung von
Heizwärme, das bestimmten energetischen Standards entsprechen muss.
Heizsysteme: Systeme, die Wärme in einem Gebäude
bereitstellen, z. B. Wärmepumpen oder Solarthermieanlagen.
K
KfW-Förderung: Unterstützung für
energieeffiziente Neubauten oder Sanierungen.
Kleine Gebäude unter 50 m²: Gebäude mit
weniger als 50 m² Nutzfläche fallen oft nicht unter die GEG-Vorgaben.
Kundenservice: Ansprechpartner für Fragen
und Probleme rund um die Energieausweis-Erstellung.
Kontaktzeiten: Zeitfenster (Mo - Fr von 9 bis
12 Uhr), in denen der Kundenservice erreichbar ist.
L
Luftdichtheit: Maß für die Abdichtung eines Gebäudes zur Einschätzung der Lüftungswärmeverluste.
M
Manuelle Bearbeitung: Anpassung der
Gebäudedaten, wenn diese nicht in die Standard-Software passen.
Modernisierung: Maßnahmen zur Verbesserung
der Energieeffizienz eines Gebäudes.
Modernisierungsempfehlungen: Vorschläge
zur Verbesserung der Energieeffizienz eines Gebäudes.
Mischgebäude: Gebäude mit gemischter Nutzung,
z. B. Wohn- und Geschäftshäuser.
O
Online-Energieausweis: Möglichkeit, den
Energieausweis digital und effizient zu erstellen unter https://online-energieausweis.org/.
Oberste Geschossdecke: Decke, die den oberen
beheizten Raum vom nicht beheizten Dachraum trennt.
P
Pflichtfelder: Formularfelder, die
zwingend ausgefüllt werden müssen, um den Vorgang abzuschließen. Gebäudebilder sind ebenfalls
obligatorisch, können aber noch nach der Bestellung hochgeladen werden.
Pläne: Bauzeichnungen, die für die
Erstellung eines Energieausweises erforderlich sind.
Primärenergiebedarf: Endenergiebedarf multipliziert
mit dem Primärenergiefaktor. Dadurch wird die Nachhaltigkeit bzw. Co2-Effizienz des Gebäudes dokumentiert.
R
Rechnung: Finanzielle Abrechnung für die
Erstellung eines Energieausweises. Wir zusammen mit dem Originalasweis verschickt.
Rechnungskauf: Zahlungsart, bei der die
Bezahlung erst nach Erhalt der Rechnung erfolgt.
Rückruf: Telefonischer Kontakt durch den Anbieter
zur Klärung offener Fragen.
S
Sanierung: Umfassende bauliche Maßnahmen
zur Verbesserung der Energieeffizienz eines Gebäudes.
Spam-Ordner: Ordner in einem E-Mail-Postfach,
in dem automatisch gefilterte vermeintlich ungewollte Nachrichten abgelegt werden.
T
Thermografie: Verfahren, das Wärmeverluste
eines Gebäudes mit einer Wärmebildkamera sichtbar macht.
Treppenhäuser: Gehören nicht zur
Wohnfläche, können aber Teil der energetischen Nutzfläche sein.
Transmissionswärmeverlust: Wärmeverlust durch
Bauteile wie Wände, Dächer oder Fenster.
W
Wohngebäude: Gebäude, die zu Wohnzwecken
genutzt werden.
Wärmebrücken: Bauteile, die Wärme
schneller nach außen leiten als die umliegenden Flächen.
Wärmepumpen: Heizsystem, das
Umgebungswärme (z. B. aus Luft oder Erde) nutzt.
Wohnfläche: Fläche eines Gebäudes, die für
Wohnzwecke genutzt wird.
Weiterklicken: Navigation zum nächsten Schritt
im Formular, die nur funktioniert, wenn alle Pflichtfelder ausgefüllt sind.